Presse/News
04.08.2017, 13:29 Uhr | Wahlkreisbüro, Weiß
„Die Stellschrauben sind richtig gedreht“
Barbara Woltmann MdB hatte zum Expertengespräch mit dem Verteidigungspolitiker Wilfried Lorenz MdB eingeladen
 Oldenburg. Wo liegen die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen für die Bundeswehr? Dieser Frage stellte sich Wilfried Lorenz MdB, Mitglied im Verteidigungsausschuss und Oberstleutnant a.D., im Bümmersteder Krug. Eingeladen zu diesem gut besuchten Fachgespräch mit Diskussion hatte die Innenpolitikerin Barbara Woltmann, die in ihrer Einführung die Bedeutung der Bundeswehr mit der 1. Panzerdivision für die Stadt Oldenburg und die Verbundenheit mit der Bevölkerung hervorhob.
Zahlreiche Gäste waren zum Vortrag mit Barbara Woltmann und Wilfried Lorenz in den Bümmersteder Krug gekommen. Foto: S. Weiß
 Die Rahmenbedingungen für die Bundeswehr haben sich stark verändert. Mit dem Kosovo, Afghanistan oder Mali hat sie andere Aufgaben in der Welt übernommen. „Ein Teil der gegenwärtigen weltweiten Krisensituationen ist nicht so ohne Weiteres politisch lösbar“, erteilte er markigen Worten aus „Talkrunden“ eine klare Absage und skizzierte die weltweiten Problemfelder und Zusammenhänge. Die Bundeswehr hat Aufgaben und wird weiterhin friedensstifende Aufgaben im Rahmen ihrer Nato-Verpflichtung übernehmen müssen. Dies liege auch im deutschen Interesse. Die Flüchtlingswelle aus Afrika sei auch auf die instabilen und Bürgerkriegsverhältnisse dort zurückzuführen. Das werde Personal und Material viel abfordern. Die Anforderungen an die seien hoch und eine mehrjährige Ausbildung erforderlich. Vor diesem Hintergrund halte er eine Wiederaufnahme der Wehrpflicht für nicht zeitgemäß. Beim Material sei die politische Entscheidung zur Vollausstattung getroffen. 130 Mrd. Euro sind dafür bis 2030 vorgesehen. „Die Stellschrauben sind richtig gedreht, wir bleiben ein verlässlicher Partner für die Nato und Europa“, sagt Lorenz.
In der anschließenden lebhaften Diskussion wurde bemängelt, dass die Bevölkerung die Bundeswehr immer weniger wahrnehme und diese auch an Schulen nicht mehr präsent sei. Fehlende Wertschätzung für Soldaten und Reservisten sieht Lorenz nicht, „sie haben zugeordnete Aufgaben bekommen“. Die Einbindung vor allem von Spezialisten, sei bei der Neustruktur der Bundeswehr zwingend notwendig. Angesprochen wurde auch, dass Neuanschaffungen im Fuhrpark zwar wichtig, aber der Erhalt von Gerät ebenso wichtig sei.
„Die Digitalisierung fordert auch im Soldatenberuf immer mehr Qualifikation“, so Woltmann, die bedauerte, dass das immer wichtiger werdende Thema Cyberabwehr aufgrund des fortgeschrittenen Abends nicht mehr thematisiert werden konnte.
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